Wenn Sie eine Immobilie in der Türkei kaufen, ist Ihnen der Begriff „İskân" wahrscheinlich schon begegnet. Doch was bedeutet er, und warum ist er so wichtig?
İskân ist die offizielle Nutzungsgenehmigung für ein Gebäude. Dieses Dokument bestätigt, dass eine Wohnung oder ein Haus gemäß den Projektunterlagen, den Bauvorschriften und den Anforderungen der örtlichen Behörden errichtet wurde.
Es bescheinigt, dass die Immobilie bewohnbar ist, an alle Versorgungsnetze (Wasser, Strom, Gas, Abwasser) angeschlossen ist, den örtlichen Vorschriften entspricht und für die offizielle Eintragung des Eigentums (Tapu) bereit ist.
Ohne İskân gilt eine Immobilie als rechtlich unvollständig – selbst wenn sie baulich bezugsfertig ist.
Nur mit İskân kann der Eigentümer den Tapu erhalten, die offizielle Urkunde über das Eigentumsrecht. Ohne diesen ist der Verkauf der Immobilie rechtlich riskant.
İskân stellt sicher, dass das Gebäude alle Prüfungen bestanden hat und sicher bewohnbar ist.
Ohne İskân darf eine Immobilie weder offiziell bewohnt noch vermietet werden.
Der Kauf einer Immobilie ohne İskân birgt das Risiko finanzieller Verluste oder zusätzlicher Kosten für eine spätere Legalisierung.
Bauträger und Immobilienagenturen weisen in Inseraten üblicherweise mit „İskân var" („İskân vorhanden") darauf hin. Sie können dies außerdem bei der örtlichen Gemeindeverwaltung (Belediye) oder beim Notar während der Tapu-Eintragung überprüfen.
İskân ist nicht nur ein Stück Papier. Es ist eine Garantie für Rechtssicherheit, Sicherheit im Gebäude und die künftige Verkäuflichkeit der Immobilie. Wenn Sie planen, in der Türkei zu leben, Ihre Immobilie zu vermieten oder sie später weiterzuverkaufen, ist ein vorhandener İskân ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl.
💡 Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf immer, ob ein İskân vorliegt, und fordern Sie die entsprechenden Nachweise vom Bauträger an.